Informationen zur Rauchmelderpflicht

Die Rauchmelderpflicht NRW startet im Januar 2017!

Verantwortlich für den Einbau der „kleinen Lebensretter“ ist  der Wohnungseigentümer.

Neubauten müssen bereits jetzt ausgestattet sein und für Bestandsbauten gilt der 31.12.2016 als letzte Frist.

Die Rauchmelderpflicht NRW geregelt durch die Bauordnung für NRW schreibt
für jede Wohnung : für jedes Schlafzimmer, jedes Kinderzimmer und jeden Flur einen Rauchmelder vor.

So werden für 1 Schlafzimmer, 1 Kinderzimmer, beide ausgehend von 1 Flur insgesamt 3 Rauchmelder benötigt.

Die Kosten für die Anschaffung und auch für die Montage trägt ebenfalls der Wohnungseigentümer.

Eben diese Kosten darf der Eigentümer zu 11% (gem. Anschaffungs- und Installationskosten nach §559 BGB) auf die Mieter umlegen.

Rechenbeispiel:
3 RM x 40.- € Kauf u. Montage= 120.- x 11%= 13,20 € / 12 Monate= 1,10 € pro Wohnung pro Monat

Sollten Mieter bereits mit eigenen Mitteln Rauchmelder angeschafft und eingebaut haben, so ist der Vermieter berechtigt, seine eigenen Wünsche bezüglich der Geräteart und Montage trotzdem durchzusetzen.

Mieter müssen also einen Neueinbau des Eigentümers trotz vorheriger Selbstausstattung dulden, denn: Der Einbau von Rauchmeldern bedeutet eine bauliche Veränderung, welche zu einer nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswerts und einer dauerhaften Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse im Sinne von §555b Nr. 4 und 5 BGB führt. So viel zur Anschaffung und Bereitstellung der (über)-lebenswichtigen Rauchmelder.

Natürlich muss die Funktionstüchtigkeit der Geräte sichergestellt sein. Hier heißt es, dass der Mieter für die Wartung des Melders sowie für den Austausch der Batterien verantwortlich ist bzw. die Kosten dafür zu tragen hat. Es stellt sich jedoch die Frage, ob der Eigentümer diese Verantwortung aus der Hand geben will, zumal er bei Schadenfällen trotzdem eine Sekundärhaftung trägt. Eine Übertragung dieser Haftung auf den Mieter ist nur möglich, wenn der Eigentümer die physische und psychische Eignung des Mieters hierfür sicherstellen kann und diese auch überwacht. Bleibt der Mieter in der Pflicht, wird er auch die Kosten des Batteriewechsels im Blick haben. Preiswerte No-Name Batterien entleeren sich erfahrungsgemäß viel schneller als beispielsweise 10-Jahres-Lithiumbatterien, welche jedoch in der Anschaffung teurer sind. Jedoch sind sie meist über die gesamte Lebensdauer des Gerätes einsatzbereit. Die sicherste Methode scheint zu sein, die Rauchmelder über eine der gängigen Heizungsablesefirmen, inklusive der Wartungsarbeiten und des Batterieaustausches zu mieten. Natürlich ist die sicherste Methode auch mal wieder die kosten intesivste ABER, Rauchwarnmelder retten Leben und schützen das Eigentum. Kommt es zum Brand, sterben die meisten Menschen an einer Rauchvergiftung und nicht durch die Verbrennungen. Kinder sind besonders gefährdet, da sie sich nicht richtig zu verhalten wissen und zum Beispiel dazu neigen, sich vor den Flammen zu verstecken anstatt wegzulaufen.